Grundsätzliche Überlegungen

vor dem Kauf eines Hundes

Natürlich sollten Sie über die Zeit, die ein Haustier braucht, verfügen. Ein Hund ist nichts für berufstätige Menschen. Ein Hund kann grundsätzlich 4 - 6 Stunden (maximal!!) allein gelassen werden. Dies gilt jedoch nicht für Welpen und gerade ins Haus gekommene ältere Tiere!!
Eine Berufstätigkeit, die mehr als 6 Stunden umfasst, schließt eine verantwortungsvolle Hundehaltung aus. Gerade weil sie tierliebend sind, sollten Sie in diesem Fall auf die Anschaffung eines Hundes verzichten – es sei denn, dass er bei der Arbeit mit dabei sein darf.
Ebenfalls sollten Sie von Ihrem Vermieter die Erlaubnis zur Hundehaltung haben. Auch sollte der Auslauf für einen Hund vorhanden sein.
Besser wäre natürlich, (und ist uns auch am liebsten) wenn Sie ein eigenes Haus mit Garten besitzen!
Weiterhin sollte Ihnen bewusst sein, dass ein Hund über die Anschaffungskosten hinweg, weiterhin Kosten verursacht. Der Unterhalt eines Tieres ist nicht unerheblich.
Sie können sich vorstellen, täglich über viele Jahre hinweg, mit Ihrem Hund zu sein? Mit ihm spazieren zu gehen bei Regen, Sturm, Wind oder in Kälte mit Schnee?
Einen nassen, riechenden Hund in Ihrer Wohnung zu ertragen?
Den Dreck den er mit hereinbringt, kann Ihnen auch die Freude an Ihrem Tier nicht verderben?
Sie sind bereit, für die Erziehung Ihres Vierbeiners zu sorgen? Sprich an vielen Tagen eine Hundeschule aufzusuchen?
Sind Sie bereit den Hund "artgerecht" zu halten? Sie sollten sich bewusst machen, dass Sie Ihren Hund auch wie einen Hund und nicht wie einen Menschen behandeln müssen, damit es ihm gut geht. Die Kommunikation eines Hundes ist grundlegend anders, als die der Menschen. Hier müssen Sie einige Dinge lernen und auch verstehen, damit Sie diese im Umgang mit dem Tier sinnvoll anwenden können. Die Vermenschlichung eines Tieres ist alles andere als gut für den Hund. Zum Wohlbefinden des Hundes ist es absolut wichtig, dass er in seinem Mensch-Hund-Rudel eine strukturierte "Rangordnung"! erhält. Nur so wird er sich als angenehmer Zeitgenosse entwickeln. Fehlt ihm diese Rangordnung wird er sich immer neurotisch entwickeln.
Wie mag sich wohl so ein armes "Paris-Hilton-Hündchen" fühlen, welches in Kleidung und in Taschen leben muss??? Ist das artgerecht??? Ist das Rangordnung??? Für einen Hund ist es nicht normal wenn sich alles nur noch um ihn dreht.
Bedenken Sie immer, dass der Hund in Ihr Haus einzieht und nicht Sie in seines.
Lassen Sie sich vom Hund nicht Dinge gefallen, die Sie bei einem Menschenkind niemals dulden würden.
In der Welpenzeit wird der kleine Hund Ihnen vieles kaputt machen!
Oft wird ihm am Anfang ein "kleines, oder großes Malheur" passieren und das an Orten, wo Sie dies gar nicht mögen! Kommen Sie damit zurecht?
Ein Tier, bzw. ein Hund ist kein "modernes Kinderspielzeug"! und ist keinesfalls als Geschenk anzusehen. Selbst wenn Ihr Kind den großen Wunsch nach einem Tier hat, sollten Sie bedenken, dass Kinder -immer- mit einem Tier überfordert sind und ihm, vielleicht auch unwissentlich, viel Leid zufügen können. Auch bleibt die viele Arbeit in den meisten Fällen an der Hausfrau hängen. Natürlich können Sie Ihrem Kind diesen Wunsch erfüllen, aber nur, wenn Sie als Eltern die Versorgung, sowie die Erziehung des neuen Familienzuwachses übernehmen und Freude daran finden werden. Ansonsten lassen Sie lieber die Finger von einem Tier.
In der Urlaubszeit ist für Ihren Hund gesorgt? Wer würde nach dem Tier bei einem eventuellen Krankenhausaufenthalt schauen?
Sind alle Familienmitglieder mit einem Hund einverstanden?
Was wird aus dem Hund, wenn sich Ihre Lebensumstände ändern könnten? Wie viel Verantwortung werden Sie dann für dieses Tier übernehmen?
Jedem Tierbesitzer, ob jung oder alt, kann etwas zustoßen! Ist in diesem Fall ein Verwandter, oder Freund bereit, den Hund zu übernehmen und ihm ein neues Heim zu geben?
Kein Züchter möchte, dass aus einem seiner gezogenen Welpen ein "Wanderpokal" wird, welcher am Ende durch zig Hände gehen muss, bevor er, wenn er Glück hat, wieder ein neues Plätzchen findet! Nicht immer ist es für den Züchter möglich, einen Hund wieder aufzunehmen, vor allem, wenn es sich um einen erwachsenen Rüden handelt. Jedoch wird er einiges unternehmen, den Hund wieder in "gute Hände" zu vermitteln.
Natürlich ist es selbstverständlich, dass die Rückgabe des Tieres unentgeltlich ist, denn es wird für den Züchter schwer genug, dieses Tier wieder zu vermitteln. Oft mögen "andere Interessenten "kein gebrauchtes Tier"!
Bedenken Sie immer, dass der Welpe den Sie sich aussuchen, Ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Der Welpe wird nicht gefragt, ob er Sie als Partner in einem Mensch-Hund-Rudel haben möchte! Jedoch wird der Hund Ihnen in der Regel treu und ehrlich seine Zuwendung schenken.
Wie werden Sie mit einem kranken, oder alternden Tier zurecht kommen? Was ist mit den Kosten die hierbei entstehen?
Jeder gute Züchter wird sich nach besten Wissen und Gewissen bemühen, gesunde Tiere zu züchten. Aber dennoch kann jedes Tier krank werden, oder sein, ohne dass der Züchter es bei der Übergabe weiß, oder ahnen kann. Was dann?
Jeder Welpenkäufer sollte sich klar machen, dass es bei allen Rassen auch rassetypische Erkrankungen gibt. Selbst wenn der Züchter seine Sache noch so gut macht, kann es Sie als Welpenkäufer treffen, einen solchen Welpen zu erwerben. Dieses macht der Züchter nicht mit Absicht.
Ein Tier, bzw. ein Hund ist schnell gekauft, aber ein Leben lang für diesen Kameraden dann da zu sein, ist eine große Aufgabe! Sind Sie sich dem auch absolut bewusst?
Die Anschaffungskosten sind im Vergleich zu den laufenden Kosten, die ein Tier verursacht, sehr gering.
Überlegen Sie gut, ob Sie sich dieser Herausforderung stellen mögen.
Jedoch, wenn Sie dies hier alles nicht schrecken kann, so ist ein Tier fast in jedem Fall eine Bereicherung Ihres Lebens und der Hund im Allgemeinen ist wohl einer der treuesten, ehrlichsten Freunde, den Sie je im Leben haben werden!

Was erwarten wir von den neuen Welpeneltern?

Wir erwarten von unseren Welpeninteressenten, dass sie sich schon im voraus Gedanken gemacht haben, was es heißt einen kleinen Hund in ihr Leben aufzunehmen. Auch wenn der Welpe am Anfang noch klein ist, wird dieser auch groß und benötigt, neben viel Aufmerksamkeit, auch seinen täglichen Auslauf und das nicht nur bei schönem Wetter.
Ein Hund bedeutet viel Verantwortung über mehrere Jahre hinweg.
Altdeutsche Schäferhunde sind gelehrige, ausgeglichene, treue und liebenswerte Familienhunde, die sehr anhänglich sind. Sie sind gerne mit ihren Menschen zusammen und möchten nicht alleine in einem Zwinger sein.